Wunderland und Geisterschloss
Die Jugend zeichnet sich vor allem durch die Fähigkeit aus der Lüge Glauben zu schenken.
Solange man das kann ist die Welt ein Wunderland.
Eine ganze Schar geistig reicher Menschen ist stets bemüht einen mit neuen Sensationen zu versorgen. Auch erscheint es schrecklich den Anschluss zu verlieren weil man der neuesten Erscheinung nicht folgen konnte. Sogar die eigene Identität wird dadurch definiert in die Chor der aufgeschreckten Hühner einzustimmen.
Im Alter verliert die Welt diesen Glanz. Ein leichter Hang zum Zynismus wird zum steten Begleiter.
Die Welt wird zu einem Geisterschloss. Sie wirkt verlassen während Phantome an dir vorbeiziehen.
Es ist nicht wert sie zu beachten.
Man erkennt dass sich die Ereignisse wiederholen und wie berechenbar die Welt doch ist.
Ständig wird das Alte in einem neuem Kleid präsentiert um jene Generation daran zu mästen,
die sich noch nicht ausreichend erbrochen hat.
Dahinter steckt graues Kalkül um die soziale Maschinerie am laufen zu halten.
Man kennt sich und es ist nicht länger nötig die Schnelllebigkeit zu pflegen.
Stille gewinnt einen neuen Wert.
Der Erfahrungshunger weicht der Sehnsucht nach Naivität.
Jedes Korn ist kostbar.
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