All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Dienstag, 30. September 2014

Grüne Magie

Grüne Magie


Bevor ich mich magisch mit Bäumen und Pflanzen beschäftigt habe, hatte ich immer das klassische,unausgesprochene Problem.
In meinem Kopf fanden sich viele gute Ansätze und Ideen aber irgendwie war doch alles sehr flüchtig. Die magische Auseinandersetzung mit Pflanzen hingegen ist völlig konkret.

Im Rückblick erscheint mir das alles äußerst ironisch.
Von all den magischen Systemen in die ich meine Nase steckte, hat mich keines so erfüllt wie die magische Auseinandersetzung mit der Natur.
Weder der henoschische Schamanismus, noch Kabbala oder gar Thelema gab mir meine Antworten.
Nein, es waren die Bäume.

Was ich von ihnen gelernt habe?
Nun, eigentlich weiß ich immer noch nicht was ich da tue.
Allerdings gibt es auch keine Notwendigkeit für philosophische Rechtfertigungen.
Es ist pure Wahrnehmung und als solche unverkennbar.
Kein Herumgerede voller Intellektualisierungen.
Dabei bin gerade ich ansonsten sehr verkopft.
Das hat sich auch nicht geändert.
Aber die Logik hat keinen Platz in meinem magischen Schaffen.
Rückwirkend kann ich natürlich immer noch analysieren und tue das auch mit wachsender Begeisterung.
Aber der magische Akt selbst ist eine reine Gefühlsfrage.

Kein unverständlicher Symbolismus und Hirnkonstrukte mehr.
Sondern ein Umgang mit lebendigen Wesen.
Obwohl der Begriff Baumgeist wohl für die meisten Menschen eher abstrakt ausfallen wird.
Aber mit eben jenen "arbeite" ich. Wobei magisches "arbeiten" eigentlich ein Unwort ist.
Wenn man es genau und ehrlich betrachtet kommuniziere ich mit ihnen.
Sie erlauben mir immer weiter in diese sehr eigentümliche Kraft zu dringen, ohne das mein Verständnis davon sonderlich groß wäre. Es ist pure Improvisation mit den Gegebenheiten.

Ich könnte sogar behaupten Bäume sind meine Götter.
Lebendige Götter die mir auch antworten.
Mit denen ich über meine Seele kommuniziere, mein Ki oder die Energien, wie auch immer man es nennen möchte.
Es sind meine lebendigen Götter und ich folge ihnen intuitiv auf diesem Pfad ohne dass der Verstand dabei eine sonderlich große Rolle spielen würde.
Das mag etwas verschroben klingen aber eigentlich ist es unheimlich klar.
Das ist auch keine okkulte Pseudowissenschaft und ebenso wenig eine Religion, sondern eine lebendige Beziehung.
Dank ihnen bin ich Teil eines Kollektivs auch wenn ich meine genaue Rolle nicht kenne.
Eigentlich habe ich kaum eine Ahnung.
Wozu auch? Wir mögen uns.
Ich möchte in Teil dieser großen Einheit der Pflanzengeister werden, die ich dank ihnen erfahren durfte.

Das ist meine Spiritualität.
Meine grüne Magie.

Montag, 29. September 2014

Sprachlosigkeit

Sprachlosigkeit


Ich trage mich gerade mit dem wilden Gedanken was mit einem Verstand passieren würde der jegliche Form der Artikulation verloren hat. Was passiert wenn man die sprachliche Ebene restlos auflöst?

Wir sind es gewohnt das Gedanken immer eine starke verbale Ebene einnehmen.
Aber was passiert wenn man sie terminieren könnte?
Ein Verstand der sich auf rein seelischen Bahnen bewegt ist für mich eine faszinierende Vorstellung.
Jegliche Gedankenkraft ballt sich auf die Erzeugung von Bildern und andere Formen, die ich nicht benennen kann.

Wir sind es gewohnt den Dingen Namen zu geben und Ordnung zu schaffen.
Aber jeglicher Begriff hat immer auch eine abstrakte Natur.

"Der Baum" existiert nicht als solcher
. Auch wenn es ein völlig gewöhnlicher Alltagsbegriff sein mag.
In Wirklichkeit sind es immer individuelle Bäume die keinesfalls deckungsgleich sind.
Ausdrücke reduzieren also so gesehen die Wahrnehmung, denn statt die Dinge auf uns wirken zu lassen, sie in uns einzusaugen, zeichnen wir Bildchen der Begriffhaftigkeit.

Aber ist Sprache in dieser Hinsicht nicht immer auch eine Begrenzung?
Was passiert wenn Allgemeinnenner nicht mehr existieren würden?
Keinerlei begriffliches Denken.
Nur Wahrnehmung, Eindruck und Vorstellung.
Eine animalische Wesensebene ohne die Einbuße des Verstandes.
Unverfälschte Instinktnähe.
Wahres Selbstverständnis
.
Wie sehr würde solch eine Erfahrung den Menschen prägen und verändern,
wenn er diese Ebene betreten und wieder verlassen könnte?
Ich spreche nicht von einem Defizit durch den Verlust der Sprache.
Was ich meine ist die Erfahrung der Abwesenheit von Sprache.
Der Gewinn von einem völlig neuem Selbstverständnis.
Wenn dieser Mensch anschließend seine verbalen Fähigkeiten wieder erlangt,
was hat sich dann wohl alles verändert?
Wie viel schärfer mag seine Wahrnehmung für all die Dinge sein, die wir sonst ausblenden?
Wir kennen doch alle das Gefühl etwas zu empfinde das wir nicht in Worten beschreiben können.
Aber wenn Worte ihre Grundstellung in unserem Denken verlieren, hätten wir eine neue geistige Selbsterfahrung und diese Dinge nicht mehr als schleierhaft empfindet, weil wir sie nicht verbalisieren können.

Weit um die Ecke gedacht....

Sonntag, 28. September 2014

I did Nazi that comming...

I did Nazi that comming...


Sehr schön. Da greife ich so ein schwieriges, ungeliebtes Thema auf und beginne natürlich mit einem Wortspiel. Aber ja, wenn ich schon meine Gedanken dazu äußere ist das eigentlich kein schlechter Einstieg. Darf man denn über sowas lachen oder ist das völlig geschmacklos?
Ich denke diese Frage lässt sich aus mehreren Blickwinkeln bei argusäugen, von denen jede so ihre Berechtigung hat. Natürlich hat es seine Berechtigung zu sagen, "Das ist eine Kopfsache und eine Frage des Taktgefühls. Wenn ein Betroffener hier wäre zeigst du mir erst mal wie du das als Scherz rechtfertigen möchtest, ohne dich als Monster zu fühlen", was ja auch in allen Punkten verständlich ist. Das stimmt so.

Es ist allerdings keineswegs eine reine Frage der Reife ob man sich zu solch einem Thema kleine Witzchen erlaubt. Natürlich ist es nicht lustig.
Aber sind Schreckensphantome in den Köpfen der Menschen wirklich empathisch oder ist es dadurch ein soziales Tabu, welches man unter den Tisch fallen lässt damit es die Hunde fressen?
Gerade der Angst und dem Greul sollte man ins Gesicht lachen können um ihnen den Schrecken zu nehmen. Ich finde das ist eigentlich eine sehr gesunde Einstellung.
Meine Überlegungen und meine Einstellung zu einem Thema lässt sich eben nicht aus humoristischen Kommentaren ableiten. Humor ist nicht an die Grenzen der sozialen Vernunft gebunden sondern ein Ausdruck der Freiheit, Ironie bricht Grenzen ohne ein schadhaftes Ansinnen.
Ich finde es wichtig das zu verstehen.

Man darf auch an Charly Chaplin erinnern der in einem seiner Werke Hitler parodierte.
Ein humorvoller Umgang mit solchen humangeschichtlichen Kadavern ist keineswegs geistesverloren, sondern ein Spiegel der Mentalität das man der Abscheu keinen Tribut zollen sollte wenn man sie wirklich besiegen möchte.
Also ja, ich kann darüber lachen. Das bedeutet jedoch nicht das ich mich bei diesem Thema ausschließlich peinlichen Blödelein hingebe, weil ich zu betreten oder gar empathielos wäre um mich damit ernstlich auseinanderzusetzen.

Aber als Deutscher, da darf man das nicht.
Gut, ich bin Österreicher, obwohl mein Vater ja Deutscher war.
Aber das zieht mich ja nun nicht wirklich aus der Affäre. x)

Dennoch, Ich darf das natürlich nicht!
Nicht? Warum eigentlich?
Ist die Stigmatisierung als Tätervolk (Unwort Alarm, Unwort Alarrm!) nicht ebenfalls eine Form von "Rassismus"? Und bitte, keine Wortklügelein das Rassismus kein Begriff ist der nationale sondern ethnische Identitäten abwertet. Gut mitgedacht aber nein das ist kein grober Formfehler Sherlock.
Es ist nämlich der selbe konzeptionelle Kern des Vorurteils einer Volksidentität gegenüber,
Also ja, auch das ist Diskriminieren.
Oder darf man das als politische Wiederauferstehung der Erbsünde betrachten?
Generationsübergriffe Gesamturteile die sich auf völkische Identitäten fixieren sind doch genau das Übel welches wir Anklagen und sofort wieder zum Einsatz bringen!

Nein, ich spreche auch nicht von Amnesie. Nein, Nein, Nein.
Aber ist das vergessen dieses geschichtlichen Hintergrunds nicht ohnehin eine Panik die von der Lächerlichkeit selbst angetrieben wird? Ich meine wie sollte man das denn vergessen?
Aber seine Identität darüber definieren sollte man nicht.

Klar war es ein grausames Kriegsverbrechen.
Aber wieso erfährt eigentlich das A-Bomben Geschenkpaket mit dem die Amerikaner die Japaner beglückten nicht die selbe Aufmerksamkeit?
Die wurden ebenso als gelber Menschenmüll diffamiert und das noch in den oberstein Reihen.
Diese Form von Rassismus war nämlich zu jeder zeit sehr wohl gesellschaftsfähig und nicht Ausnahme sondern Regel.

Auch das nur so Leben amerikanischer Soldaten gerettet werden konnten, ist höchst umstritten.
Die Ankunft der Russen die ja sogar dem eigenem Zaren übel mitgespielt haben, war da eigentlich das größere Abschreckungsmittel. Da gibt es Hitze Diskussionen.
Und ja, ich spiele auf ein Buch an.

Und unterm Strich?
Gerade wenn man etwas verstehen möchte sollte man von Dämonisierungen Abstand nehmen.
Realistische Motive sind wesentlich komplexer und lassen sich nicht durch eine hohle Gut oder Böse Fragestellung aufklären.

Das war kein böses sondern ein sehr naives Deutschland.
Jene Soldaten fühlten sich als Pioniere die Heldenreisen in ferne Länder unternahmen.
Es war ja in den meisten Fällen wirklich der erste Auslandskontakt.
Wenn man sich dabei noch die antiintellektuelle Erziehung der H-Jungend mit all ihrem Militarismus, dem Frauenbild und die Identitätsverzerrung mit germanischen Mythen in Betracht zieht, dann ist das gar nicht mehr so wunderlich.
Diese Menschen glaubten oft an ihre kleine Welt der Herrenrassen.
Und jene die das nicht taten, waren gut darin beraten es für sich zu behalten.
Die Gestapo hört ja bekanntlich mit.

Bleibt immer noch die Frage, wie kann man das anderen Menschen antun?
Nunja, gar nicht. Sie dezimierten ja immerhin nur Juden.
Die wurden nicht als wahrlich Menschhaft anerkannt.
Solch eine Doktrin ist keinesfalls so einmalig wie es oft dargestellt wird.
Gab es nicht unzählige Kontakte mit Völkern die als tierisch abgeschrieben wurden?
Von den Schwarzen bis zu den Indianern hin, hielt sich die christliche Menschheit doch ebenfalls für eine Art Herrenrasse. Ist der Vergleich so fern?

Und speaking off, kann man den christlichen Fundamentalismus welchen die Amerikaner immer noch in ihrer Kriegsmaschinerie nutzen nicht durchaus mit Hitler wagnerschen Phantasmen vergleichen? Religion ist eben nicht nur ein Glaubensbekenntnis sondern ein Werkzeug um kollektive Identitäten zu erschaffen, festigen und abzugrenzen.
Selbst drüber nachdenken, ne?

Was will ich also damit sagen?
Um gegen die Wirrungen der Vergangenheit eine gegenwärtige Vernunft zu verteidigen ist es nicht angebracht ein Tabu mit politischer Buse zum Erhalt zu zwingen, sondern es ergibt sich daraus die Notwendigkeit sich selbst mit den Motiven dieser Historie auseinanderzusetzen und die sozialen Mechanismen dahinter zu begreifen, die das menschliche Handeln an sich bestimmen.
Angst terminiert man durch Schreckgespenster ebenso wenig wie durch Verdrängung, sondern nur durch das Verständnis um die Menschlichkeit in den tiefschwärzesten Punkten.

Mein Standpunkt.

Donnerstag, 25. September 2014

Wie erstrebenswert ist Vollendung?

Wie erstrebenswert ist Vollendung?


Menschen streben nach Wissen und Vollendung.
Woher rührt dieser Fiebertraum?

Mal ganz davon abgesehen dass das ein Ideal aber kein realistischer Zustand ist.
Es sind Sterne nach denen wir unseren Kurs setzen aber kein Land das wir jemals erreichen werden. Was Menschlichkeit anbelangt ist die Unvollendung im Lieferumfang enthalten.
Die einzige Realität hat das Streben selbst.
Die Bewegung ist wahrhaftig. Aber das Ziel ein Phantom.

 Gerade durch die Unwissenheit, durch den Mangel und dem Hunger nach mehr blüht unsere Existenz. Das Vollendete ist bewegungslos.
Nur das Unvollkommene ist wirklich lebendig.
Lebendigkeit setzt nämlich Wachstum voraus.

Das ist wie mit dem Glück.
Jeder sucht es und am besten viel und noch mehr davon.
Aber Glück ist so eine lustige Sache.

Es ist nicht die reine Abwesenheit von Sorge.
Das wäre Zufriedenheit.
Doch Glück ist noch mehr.
Ein Rausch der Gefühle. Ein Suchtzustand?

Wenn ich nun von ewigem Glück umgeben wäre, würde die Euphorie durch die Gewöhnung verschwinden. Erst durch die vorangehende Auflösung von Schmerz wird Zufriedenheit, ich bezeichne diese mal als Abwesenheit von Sorge, wirklich als Glück empfunden.
Der Mangel ist also das eigentlich essentielle im Streben nach Vervollkommnung.

Gut, das ist so nicht ganz korrekt.
Glück funktioniert auch durch eine Steigerung.
Nicht bloß über das Ende von Schmerz.

Dennoch gilt, Zufriedenheit ist eine Stille.
Ein unbewegter Zustand.
Glück hingegen ist eine Bewegung.
Ein Rausch.
Die Auflösung von Schmerz oder eine Steigerung des Wohlempfindens.

Ebenso würde absolutes Wissen wohl zur Gelassenheit führen.
Ich glaube diese Gelassenheit durch Allwissen, auch wenn das völlig abstrakt sein mag,
wäre wiederum kaum von der Unwissenheit zu unterschieden.

Man kann also denke ich sagen uns geht es im eigentlichen nicht um Vollkommenheit,
diese wäre ein Stillstand.

Wir brauchen das "Leid" wenn man es so nennen möchte, um eben diese Euphorie wiederholt zu erleben da uns die Vollkommenheit nicht glücklich machen würde.

Das Glück ist die Seele des Menschen?

Mittwoch, 24. September 2014

Götter

Götter.
Namen die im Nebel liegen.
Vorstellungen die sich nicht greifen lassen.
Hohle Gebilde ohne Klang.

Ich reiße sie aus ihren Höhen und verschlinge die Essenz.
In ihre tauben Gerippe lasse ich meine Seele bluten.
Dünger soll ich sein für ihr Fleisch bis es wuchert.
Erwachen.
 
Ihr Glanz der so oft beschrieben, liegt nur in meinen Augen.
Wenn ich atme, schlägt ihr Herz.
 
Sie erschaffen nicht mich.
Ich erschaffe sie.
 
Ich bin der Maler der die Farben der Unendlichkeit zu einem Bild des Moments verrinnen lässt.
Die Atemzüge meiner Träume heben und senken meine Brust.
 
Alles ist mein Spiegel.

Dienstag, 23. September 2014

Okkulter Fachjargon Vs sprachliche Klarheit

Okkulter Fachjargon Vs sprachliche Klarheit

 
Eine Entwicklung die ich mit wachsendem Misstrauen verfolge ist die Zunahme von Fachjargon in Okkultismus und Esoterik. Kaum jemand der nicht mit großer Selbstverständlichkeit Worte wie Chakra und Kundalini um sich wirft, fühlt sich nicht in eine krude Eigenwelt geworfen wenn man die magische Szene beäugt. Muss man das alles denn wissen?
Es schafft sicher eine nette sprachliche Spielwiese aber ob man der Übersicht einen guten Dienst leistet stelle ich in Frage.

Dabei denke ich an die Schilderung einer Freundin, die meinte ihrem "höherem Selbst" während eines Traumes begegnet zu sein. Ursprünglich bezeichnete sie diese Erscheinung als goldene Frau, da diese aus einem goldfarben glänzendem Nebel zu bestehen schien.
Schließlich erklärte man ihr dann gnädig womit sie es zu tun hätte.

Die Bezeichnung als Goldfrau empfinde ich jedoch als wesentlich lebendiger und vor allem ehrlich.
Amüsanter weise habe auch ich Erfahrungen mit einer Begegnung einer Figur die aus gelbem Nebel zu bestehen schien. Ob das nun wirklich eine Bedeutung haben mag klammere ich bewusst aus.
Was ich jedoch nicht tun würde ist dies als höheres Selbst zu bezeichnen.
Meiner Meinung nach bilden solche Ausdrücke einfach nur einen sprachlichen Trend in der Esoterik, welcher dem eigentlichen Erlebnis dessen Lebendigkeit und Individualität kostet.

Sobald jemand auf eine Selbstprojektion trifft wird uns diese als höheres Selbst präsentiert.
Einfach weil es so chic ist.
Wenn mir statt dessen eine tierische Gestalt begegnet darf ich mir ebenso sicher sein dass ich mein Totemtier vor mir hätte.
Fein, der Verstand hat seine Erklärung und kann sich endlich ein Bild machen.
Aber ist das wirklich Sinn der Sache?

Den Dingen einen Namen zu geben ist eine menschliche Eigenart die sicherlich ihren Sinn hat.
Aber ob es wirklich in allen Dingen Fachbegriffe braucht um unsere Welt zu erhellen---
Für mich schmeckt das schal und grau.

Magie beginnt eben nicht mit einem angeblichen Geheimwissen das sich aus jeder Nische des Internets saugen lässt und ebenso wenig mit einem Terminus der eigentlich aus einem fremden Kulturkreis gerissen wurde, dessen Zusammenhänge und Ableitungen sich nur schwer mit westlichen Ideologien begreifen lassen. Ich finde das nicht sehr weitsichtig.

Natürlich möchte ich nun niemandem in seinen Glauben pfuschen.
Wenn man die Interpretation des höheren Selbst vertreten möchte, um beim Beispiel zu bleiben,
steht dies natürlich jedem frei.
In meinen Augen handelt es sich hierbei um Modellvorstellungen, die eigentlich sehr dehnbar sind und eher einen Ansatz der Betrachtung als eine wirkliche Erklärung darstellen.
Das darf jeder selbst entscheiden.

Was ich jedoch nicht gut finde ist den Menschen solche Bezeichnungen aufzuschwatzen, weil es eben gerade modisch ist.
Es mag wesentlich länger dauern eigene Ansätze auszubilden in dem man persönliche Erfahrungen rückwirkend analysiert, aber ich halte diese Methode sowohl für gehaltvoller als auch lebensnäher.

Auch die klassischen Begriffe selbst sind eigentlich sehr simpel.
So bedeutet auch Chakra nichts anderes als Rad und Ki meint Lebenskraft.
Die Kulturen die diese Begriffe ausprägten kannten selbst also durchaus eine gewisse sprachliche Einsichtigkeit. Allerdings mutet es natürlich aufregend und exotisch an fremdartige Begriffe mit esoterischen Vorstellungen zu belagern.
Aber ob man so wirklich an Überblick gewinnt oder sich in Eigenwelten isoliert....

Die beste Erklärung ist eben meist die einfachste.
Damit meine ich nun nicht plump aber die Klarheit sollte wichtiger sein als eine sensationelle Verpackung. Mut zur Einfachheit könnte man es nennen.
Wir verstehen die Dinge nicht wirklich besser wenn wir ihnen fremde Namen geben, die nur noch aus Klängen bestehen und dazu führen dass wir sagen können "Ha, ich kenne mich eben aus!".

Es ist ein Unterschied ob man die Teile eines Bildes die in dir aufkommen ihren Eigenschaften gemäß benennt um nach ihnen zu greifen, oder ob wir alles in vorgefertigte Schablonen pressen die von anderen gezimmert wurden und dabei immer wieder eine Ecke von ihnen abbrechen, nur damit es am Ende das Bild ergibt welches andere vorgezeichnet haben.

Mir tut es fast weh jeden Traum zu einem Abziehbildchen zu schrumpfen statt der eigenen Seele mit einer gewissen Fantasie zu begegnen.

So sehe ich das eben.

Montag, 22. September 2014

Historisches Hexentum?

Historisches Hexentum?


Die Vorstellung dass jene Menschen die sich in der Gegenwart zum Hexentum bekennen die Nachfolgen einer uralten Reihe von Naturgläubigen wäre es zweifellos sehr romantisch.
Mein Selbstvertändnis ist ja ebenfalls das eines Hexers.
Es entspricht nur leider nicht den Tatsachen.
Obwohl ich mir wirklich wünschen würde dem wäre anders...
Aber nur weil eine Vorstellung wünschenswert erscheint sollte sie nicht die Realität verdrängen.
Wie ist das also nun mit den Wurzeln der Hexen?

Erst mal gab es kaum okkulte Lehren von Hexen die zu deren Verfolgung geführt hätten.
Hexenprozesse hatten nicht sonderlich viel mit einer Gegenbewegung zum Okkultismus zu tun.
Eher wurde die Bezichtigung der schwarzen Magie verwendet um eine Anklage zu schaffen von der man sich nur schwer befreien konnte, wobei die Motive sich eher aus Streitigkeiten um Hab und Gut zusammensetzten. Entsprechende Anklagen drehten sich nicht um wahrhaftige Hexerei sondern waren ein Vorwand um den Menschen Haus und Hof zu enteignen und ähnliches.

Das Klischee der Frau die sich nachts in einen Raben verwandelt haben soll,
dreht sich nicht um eine Praktikantin der Magie sondern eher eine Landbesitzerin die mit ihrer störrischen Art den falschen Menschen auf die Füße trat.
Vielleicht war sie auch der falschen Liebschaft abgeneigt aber es war kaum eine Hexe.
Solche Anschuldigungen sind einfach schwer abzuweisen wenn es um einen Nachweis gilt nicht mit dem Teufel verkehrt zu haben.
Aber zum Glück gibt es ja Geständnisse unter Folter oder etwaige Hexenproben, bei der man Verdächtige von der Klippe schubst ob sie sich nicht unter Bedrängnis in einen Vogel verwandeln würde. Falls sie doch an den Klippen aufschlagen sollte, stirbt sie eben als gottesgefällige Frau.
Halb so schlimm, das passiert.

Aber mit Magie hat das wenig zu tun.
Auch waren solche Prozesse nicht immer so grausam wie wir uns das vorstellen.
Im eigentlichen waren es sogar Proto-Gerichte der heutigen Justiz.
Diese konnten vernünftiger sein als man ihnen zusprechen konnte und viele der kirchlichen Verantwortlichen, lehnten solche Greul durchaus ab.
Man hatte nur eben Pech wenn der eigene Richter doch etwas näher am Fanatiker gebaut war.
Einheitliche Strukturen darf man da nicht erwarten.

Aber selbst wenn kein verstecktes weltliches Interesse hinter solchen Anklagen steckte, hatte man es doch eher mit religiöser Hysterie zu tun. Übrigens ist es auch sehr umstritten ob wirklich mehrheitlich Frauen bei solchen Prozessen ihr Leben lassen mussten..

Wirkliche Hexen waren selten so dumm das laut auszusprechen und wohl eher Eigenbrötler.
Sie hatten auch kaum die Identität einer Hexe sondern waren Individualisten.
Wenn sich doch jemand dazu bekannt haben sollte dann wohl mehr als ein Ausdruck des Protests.

Davon abgesehen waren auch die meisten tatsächlichen Magieschaffenden zu dieser Zeit eher christlich orientier. Außerdem gab es unter dem Adel einige Personen die sich für den Okkultismus interessierten, wodurch viele Werke nur geschaffen wurden um sie jenen für ein paar Silberlinge mehr zu verkaufen

Unter diesen Gesichtspunkten wird auch klar warum der Wicca Kult und Konsorten nicht aus einer Weiterführung eines alten Hexenkultes besteht, sondern völkischen Aberglauben mit paganen Element kombiniert. Weil solch eine Identität historisch nicht existiert hat und erst geschaffen wurde.
Egal ob einem das gefällt oder auch nicht.

Womit wir es hier zu tun haben ist die romantisierte Identität als Hexe, die in ihrem historischen Ursprung jedoch eine Anschuldigung war um Personen in einem holprigen Rechtssystem zu denunzieren oder gleich dem lieben Gott zu übereignen.

Eigentlich kann man das Wort Hexe mit der Bezeichnung als Barbar vergleichen.
Barbaren ist nämlich eigentlich ein Ausdruck für alle nicht-römischen Völker, egal welche Assoziationen auch heute dabei ausgelöst werden möge.

Ebenso ist die Hexe ein Phantom das solange durch die Köpfe gejagt wurde bis es an Realität gewann. Nun habt ihr uns eben am Hals.

Aber die historische Hexe ist ein Wunschtraum.
Es gab durchaus Magie Treibende.
Allerdings nannten sich diese wohl selten Hexen.
Auch wenn man sie aus heutiger Sicht so bezeichnen könnte.

Was sie nicht waren sind Anhänger eines großen Kultes, sondern allesamt Individualisten.
Das ist einer von vielen Gründen warum ich heute noch diese große Tamtam rund um Wicca und Neo-Schamanismus persönlich ablehne.

Ich mag das Spiel mit falschen Tatsachen nicht.

Samstag, 20. September 2014

Erleuchtung?


Erleuchtung ist wohl der spirituelle Begriff mit der größten Grenzwertigkeit von allen.
Die bloße Erwähnung kann bei IchmöchteeigentlichkeinEsoterikersein-Spiritisten bereits einen ausgeprägten Kneifzangenreflex auslösen.
Was sehr verständlich ist wenn man bedenkt dass diesem Terminus ein außergewöhnlich langer Rattenschwanz an Chauvinismus anhaftet.

Einerseits gibt es also eine stetig an Beliebtheit gewinnende Riege von selbst(v)erklärten Gipfelstürmern mit mangelnder Bodenhaftung welche diesen Ausdruck in berechtigten Verruf bringen, auf der anderen Seiten fühlen sich durch diese Ablehnung auch eine Menge Leute zum schweigen genötigt die solche Zustände tatsächlich erfahren haben.
Das sind gar nicht mal so wenige.

Verständlich dass sich einige lieber über ihre Erfahrungen ausschweigen weil sie nicht mit der heiteren Esoteriktante von Gegenüber gleichgesetzt werden möchten, welcher man das Prädikat "leicht vertrottelt aber nett" andichten könnte.
Aber nicht jeder Mensch der die Erleuchtung erfahren hat wurde Opfer seiner eigenen spirituellen Hybris.

Wobei Erleuchtung natürlich auf einem sehr wackeligen Konsens steht.
Wenn man das neutralisieren möchte kann man sich einfach mit der Bezeichnung "Bewusstseinsveränderung" erleichtern.
Wobei man natürlich einwenden könnte das begriffliche Relativierungen außer einer veränderten Präsentation auch keinen großen Unterschied machen.

Aber die Ideologie hinter diesem Semantik-Spagat ist gar nicht mal so konturlos unverschieden.
Erleuchtung bestimmt nämlich eine Bewusstseinserhebung während sich die Bewusstseinsveränderung begrifflich selbst erklärt.
Aber steckt da nicht das selbe dahinter, nur in einem etwas subtilerem Kleid?

Nö.

Es ist nämlich eine fälschliche Annahme Bewusstseinsentwicklung wäre etwas lineares mit klar geregelten Etappen.
Der Geist des Menschen ist durchaus veränderlich, kennt aber dabei kaum Richtwerte um die Qualität seiner Entwicklung zu etikettieren.

Wir sind eben keine Dampfmaschinen die mit zunehmendem Druck immer leistungsfähiger werden. Es gibt keinen spirituellen Pferdestärken.
Eher könnte man uns mit wild wuchernden Pflänzchen vergleichen, die nur eine einzige Maxime kennen: Entfaltung.
Das ist eine sehr persönliche Angelegenheit.

Einen olympischen Gedanken in Form von "höher, schneller und weiter" kann man auf die spirituelle Entwicklung nicht anwenden. Das ist bei allem Respekt vertrottelt.
Denn das jemand weiter entwickelt wäre, impliziert ja die Annahme das wir alle das selbe Ziel hätten. Dem ist jedoch nicht so.

Auch gibt es kaum eine geradlinige Entwicklung der Spiritualität.
Man erreicht keine Grenzmarke und erfährt plötzlich ein Levelup, nach dem man dazu aufgefordert wird Punkte auf dem persönlichen Skill-Tree zu verteilen.

Eher ist es ein Tänzchen bei dem man immer wieder 2 Schritte vor wagt und anschließend wieder einen zurück macht. Bewusstseinsveränderungen sind nämlich häufig sehr intensiv bei ihrem Aufkommen bis sie abschließend wieder sanft abklingen oder auch abrupt ausfallen.

Welches Résumé man für sich persönlich letzten Endes aus diesen Erfahrungen zieht und wie sehr diese einen Verändert, wenn man dies denn zulassen möchte, ist eine höchst individuelle Angelegenheit.



Natürlich muss man mir dies nun nicht glauben.
Aber ich bin mir meiner Sache sehr sicher. :p

Freitag, 19. September 2014

Der Gott, die Gott, das Gott?

Gott... Die Maskulinisierung des Begriffs stößt mir eigentlich bereits sauer auf.
Nicht weil man Gott nicht als männlich betrachten könnte, aber dieser Ausschluss durch Selbstverständlichkeit ist eigentlich bereits religiöser Sexismus.
Es ist immer ebenso eine Göttin. Für mich vorrangig.
Das entspricht meiner Empfindung dieser Beziehung.

Wenn man davon absieht dann ist der Begriff Gott, in abstrakter Form wohl ein Ausdruck für Glaubenserkenntnis. Wobei Glaube eigentlich bereits wieder eine Pervertierung darstellt.
Glaube besagt was nicht gefunden wurde aber erhofft wird.
Eine Grauzone in den Wolken des Unwissens.
Wer die Göttin kennt der besitzt keinen Glauben sondern ein Gewahrsein.

Abstrakt ist ja wieder so ein schwieriges Adjektiv.
Was is´n Gott nun? Ein Abstraktum als personifizierte Erkenntnis oder doch eine tatsächliche Identität? Eigentlich sowohl als auch.

Gott kann erst mal als simples Abstraktum angesehen werden und jegliche Mystik, wäre demnach die Schatten der sprachlichen Unzulänglichkeit der Vergangenheit.
Gott beschreibt die Form einer Erkenntnis die im Gewahrsein über die eigene spirituelle Identität resultiert. *hochgestochenes Bla-Bla*
Aber halt, so simpel ist es dann doch nicht.

Bis dahin wäre das ein reiner Winkelzug der Logik.
Doch der Verstand ist ebenso wunderbar wie begrenzt.
Die Göttin ist erst dann eine Tatsache wenn diese Erkenntnis zu einer Beziehung reift.
Beziehungen wiederum sind persönlicher Natur.
So ein persönlicher Bezug ist dann der Aufruf zur Identitätsschaffung.
Dann wird es auch Gott oder Göttin.
Denn nur so lässt sich das Lebendige begreifen.

Donnerstag, 18. September 2014

Wunderland und Geisterschloss


Die Jugend zeichnet sich vor allem durch die Fähigkeit aus der Lüge Glauben zu schenken.
Solange man das kann ist die Welt ein Wunderland.
Eine ganze Schar geistig reicher Menschen ist stets bemüht einen mit neuen Sensationen zu versorgen. Auch erscheint es schrecklich den Anschluss zu verlieren weil man der neuesten Erscheinung nicht folgen konnte. Sogar die eigene Identität wird dadurch definiert in die Chor der aufgeschreckten Hühner einzustimmen.

Im Alter verliert die Welt diesen Glanz. Ein leichter Hang zum Zynismus wird zum steten Begleiter.
Die Welt wird zu einem Geisterschloss. Sie wirkt verlassen während Phantome an dir vorbeiziehen.
Es ist nicht wert sie zu beachten.
Man erkennt dass sich die Ereignisse wiederholen und wie berechenbar die Welt doch ist.
Ständig wird das Alte in einem neuem Kleid präsentiert um jene Generation daran zu mästen,
die sich noch nicht ausreichend erbrochen hat.
Dahinter steckt graues Kalkül um die soziale Maschinerie am laufen zu halten.
Man kennt sich und es ist nicht länger nötig die Schnelllebigkeit zu pflegen.
Stille gewinnt einen neuen Wert.

Der Erfahrungshunger weicht der Sehnsucht nach Naivität.
Jedes Korn ist kostbar.

Mittwoch, 17. September 2014

Weise, weise...


Die Gattung des Menschen wird mit Homo sapiens sapiens bestimmt.

Homo bedeutet hierbei schlicht Mensch, während sapiens spaiens, als weise weise übersetzt wird.
Das ist mal ein ziemlich deftiger Anspruch in der Küche der Evolution!
Ich finde jedoch nicht dass der Mensch weise ist.
Noch mehr als das, bezweifle ich stark das er es sein soll.

Für mich klingt das stark nach der Hybris des Trockennasenaffen.
Warum überhaupt charakterisiert man Menschen primär mit Attributen wie Vernunft?
Problemlösungsstratgien sind doch allen Wesen zu eigen.
Was den Menschen wirklich auszeichnet ist dessen Kreativität.
Die Kunst ist was uns Gott näher bringt.
Nicht die Weisheit.

Das was den Menschen ausmacht, als Krönung der Schöpfung wie er sich gerne sieht,
ist die Eigenart sich selbst ein Abbild zu schaffen.
Das ist doch der offensichtlich göttliche Funke.
Der Keim in unserer Seele der uns zu Schöpfern macht.
Nicht das bloße Verständnis.

Ich finde die unbedingt Vernunft ist eine Zwangsvorstellung
die uns dazu anhalten soll zu funktionieren.
Aber das ist nicht die Natur des Menschen sondern in gewisser Weise sogar sein Joch.
Was unser Wesen ausmacht sind Kreativität, Schöpfungsdrang und die Fähigkeit die eigenen Träume zu realisieren.

Aber die Weisheit haben wir nun wirklich nicht mit Löffeln gegessen.

Dienstag, 16. September 2014

Ich weiß es nicht 


Von all den weisen Sprüchlein die mir begegneten, ist nur eine Aussage wirklich beispiellos:
"Ich weiß es nicht."

Darin liegt nicht nur eine ungemeine Ironie sondern auch eine mächtige Wahrheit.
Denn um Antworten auf große oder kleine Fragen zu bieten,
braucht es weniger an Einsicht als rhetorisches Geschick.
Dennoch sollte man einen Weisen niemals mit einem guten Redner verwechseln.

Es ist in jeder Lage möglich passende Antworten zu konstruieren,
wenn man nur eine gewisse Spielfreudigkeit und Logik an Veranlagung mitbringt.
Dies sagt allerdings nichts über die Wertigkeit solcher Verkündungen aus.

Authentizität zeichnet sich nämlich nicht durch Wohlklang sondern deren Unvollkommenheit aus.
Wenn jemand die schlichten Worte "Ich weiß es nicht" niemals über die Lippen gehen,
ist dies ein schlichtes Indiz dass er die eigenen Grenzen aus Scham und Ehrgeiz verleugnet.
Anstelle der Suche ist dann eine leere Behauptung getreten.

Wer dagegen nicht nur versucht andere zu blenden, wird immer wieder einräumen müssen über etwas keine Kenntnis zu besitzen.

So einfach ist es.

Montag, 15. September 2014

Mehr Raum für den Traum!

Was sind Träume eigentlich, diese ätherischen Kobolde in unseren Köpfen?
Weil wir sie kaum greifen können werden sie leider oft als Nebensächlichkeiten am Wegrand vergessen.

Wie soll man auch etwas jagen, das man stets nur im peripheren Blickwinkel erhaschen kann?
Doch sie verraten sehr viel über uns.
Das ist eigentlich Grund genug uns ihre fremde Natur näher vor Augen zu führen.

Wir verstehen den Traum im Allgemeinen einfach nur als Traum.
Ein Wort welches sich durch das Wort selbst erklärt.
Wirkliches Verständnis wäre vermutlich kaum möglich.
Dennoch ist es glaube ich lohnend ihrer Fährte zu folgen.

Kann man einen Traum als Spiegelung im eigenen Ich, eines fremden Selbst betrachten?
Ich glaube das ist nicht soweit ab.

Träume sind eben nicht einfach nur die Verarbeitung von Alltagserfahrungen,
sondern Erlebnisse des Selbst im Ich.
Eine Blase bei der Umwelt und Betrachter eine Einheit bilden

Ein fernes Land, einer Wirklichkeit neben der Realität.
Eine Welt die sich jede Nacht aufs neue entfaltet um sich im Morgengrauen wieder aufzulösen.
Eigentlich ist das eine dramatische Romantik, die sich stets vor unseren eigenen Augen abspielt und doch nie verstanden wird. Mehr noch, ist es eine Welt nur für uns.
Wir sind Gott in unseren Träumen, wahrhaftig.

Götter, die vergessen dass sie Götter sind und sich in einem wachen Traum eine Welt erschaffen, die aus ihren eigenen Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten manifestiert.
Aber "Es war nur ein Traum". Wie zynisch mir das gerade anmutet.

Vielleicht kann man unser Wesen mit dem einer Sonne vergleichen.
Die Helligkeit unserer Gedanken überstrahlt das Leuchten der Seele.
Im Schlaf halten wir unseren Daumen gegen den Himmel,
um die Helligkeit des Geistes auszublenden und uns an der Corona der Seele zu laben.

Der Traum ist ein ungestümer Hengst auf dem das Herz durch den Kopf reitet.

Sonntag, 14. September 2014

Unberechenbar


Fehlgeleitet von sanften Aggressionen,
auf Irrwegen zu sich selbst,

schlängeln sich zukünftige Erkenntnisse
durch verschlungene Irrtümer der Vergangenheit.

Über verspiegelte Abgründe,
übergeben Sehnsüchte

wehmütig ihre Auswüchse der Erinnerung,
während sie von blickdichten Enttäuschungen umzäunt werden.

Lawinenartig werden bewährte Vorstellungen,
von spontanen Revolutionen,
unter der eigenen Unberechenbarkeit begraben.

Die Gedanken zerfließen,
um Gefühle im Zweifel zu waschen.

Alles erstarrt in ewiger Bewegung.

Samstag, 13. September 2014

Himmel, Arsch & Zwirn der Wirklichkeit


Magier, Hexen, Esoteriker sind eigentlich alle das gleiche Pack.
Darüber kann man nun lächeln oder sich streiten.
Vorzugsweise trägt dies zur eigenen Erheiterung bei.

Was auch recht nahe liegt, wenn man anerkennt das Spiritualität, Magie, Hexerei oder wie immer man es in Worte, Silben und Buchstaben zwängen möchte, kein spezielles Machwerk sondern eine natürliche Beziehung des Mensch zu dem darstellt. was uns alle verbindet.

Dieses Verbindende, der feine Zwirn der Götter oder wie es die alchemistischen Quacksalber des Mittelalters ausdrücken würden "das was die Welt in ihrem innersten zusammenhält"
ist dann frecher Weise mit bloßem Auge nicht erkennbar.
Ja, wie auch? Da ist nichts! Keine substanzielle Qualität, keine geheime Materie und weder Energie noch Strahlung. Der Gedanke der Metaphysik mag nämlich recht drollig sein, aber leider sind das doch etwas inkompetente Versuche das Bild eines Universums aufrechtzuerhalten, welches auf allen Ebenen aus Teilchen besteht und sich durch logisch erfassbare Kräfte und Wechselwirkungen erhält und entfaltet.

Schminkt euch das ab!
Magie ist eben nicht logisch und auch keine (Pseudo)Wissenschaft sondern die sich verbindende Natur der Lebendigkeit. Wir sprechen hier von dem Zusammenspiel der Seelen und nicht etwa Wellen und Teilchen. Keine versteckte Grundkraft der Physik und ebenso weniger der Fingerzeig eines bärtigen Zottels mit Wolkenresistenz, sondern die Essenz der Lebendigkeit.

Aus diesem einfachen Grund, ist es auch eigentlich eine Perversion in einem kausalen Kosmos zu erkennen dass so etwas wie eine mystische Kraft existiert, nur um diese anschließend wieder in die alten Gesetze (der Physik) zu fassen. Magie ist eben nicht wissenschaftlich und Wissenschaft nicht magisch. Auch kein noch nicht verstandener Aspekt jener, sondern zwei Weltanschauungen mit einem Grundverschiedenem Zentrum der Betrachtung.
Physik ist die Lehre von den Körpern, Magie die Erfahrung der Seele.
Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden.

Es nimmt ja ohnehin niemand zur Kenntnis.



Freitag, 12. September 2014

Freiheit, Kindlichkeit & Hexerei


In diesem Blog werde ich meine persönlichen Erfahrungen, Ansichten & Einsichten zu den Themen teilen, die bei mir Seele und Geist in Schwingung versetzen.
Was immer mich bewegt, wird seinen Weg in das Reich dieser Zeilen finden.
Von Magie bis hin zur Kunst, Philosophie, Unsinn und Weltgeschehen.

Es soll mir ein Spiegel sein und meinen Weg wiedergeben.
All das was ich glaube, fühle und denke,
oder auch ein persönlicher Kommentar zu dem was festzustehen scheint.
Meine Suche richtet ihren Blick weniger auf wunderliche Äußerlichkeiten,
als auf das wunderbare Innenleben.

So will ich festhalten was ich suche und bereits gefunden zu haben glaube.
Mich selbst dabei beobachtend wie ich die Welt entdecke.

Begleite mich ein Stück...