All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Montag, 15. September 2014

Mehr Raum für den Traum!

Was sind Träume eigentlich, diese ätherischen Kobolde in unseren Köpfen?
Weil wir sie kaum greifen können werden sie leider oft als Nebensächlichkeiten am Wegrand vergessen.

Wie soll man auch etwas jagen, das man stets nur im peripheren Blickwinkel erhaschen kann?
Doch sie verraten sehr viel über uns.
Das ist eigentlich Grund genug uns ihre fremde Natur näher vor Augen zu führen.

Wir verstehen den Traum im Allgemeinen einfach nur als Traum.
Ein Wort welches sich durch das Wort selbst erklärt.
Wirkliches Verständnis wäre vermutlich kaum möglich.
Dennoch ist es glaube ich lohnend ihrer Fährte zu folgen.

Kann man einen Traum als Spiegelung im eigenen Ich, eines fremden Selbst betrachten?
Ich glaube das ist nicht soweit ab.

Träume sind eben nicht einfach nur die Verarbeitung von Alltagserfahrungen,
sondern Erlebnisse des Selbst im Ich.
Eine Blase bei der Umwelt und Betrachter eine Einheit bilden

Ein fernes Land, einer Wirklichkeit neben der Realität.
Eine Welt die sich jede Nacht aufs neue entfaltet um sich im Morgengrauen wieder aufzulösen.
Eigentlich ist das eine dramatische Romantik, die sich stets vor unseren eigenen Augen abspielt und doch nie verstanden wird. Mehr noch, ist es eine Welt nur für uns.
Wir sind Gott in unseren Träumen, wahrhaftig.

Götter, die vergessen dass sie Götter sind und sich in einem wachen Traum eine Welt erschaffen, die aus ihren eigenen Ängsten, Wünschen und Sehnsüchten manifestiert.
Aber "Es war nur ein Traum". Wie zynisch mir das gerade anmutet.

Vielleicht kann man unser Wesen mit dem einer Sonne vergleichen.
Die Helligkeit unserer Gedanken überstrahlt das Leuchten der Seele.
Im Schlaf halten wir unseren Daumen gegen den Himmel,
um die Helligkeit des Geistes auszublenden und uns an der Corona der Seele zu laben.

Der Traum ist ein ungestümer Hengst auf dem das Herz durch den Kopf reitet.

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