All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Dienstag, 16. September 2014

Ich weiß es nicht 


Von all den weisen Sprüchlein die mir begegneten, ist nur eine Aussage wirklich beispiellos:
"Ich weiß es nicht."

Darin liegt nicht nur eine ungemeine Ironie sondern auch eine mächtige Wahrheit.
Denn um Antworten auf große oder kleine Fragen zu bieten,
braucht es weniger an Einsicht als rhetorisches Geschick.
Dennoch sollte man einen Weisen niemals mit einem guten Redner verwechseln.

Es ist in jeder Lage möglich passende Antworten zu konstruieren,
wenn man nur eine gewisse Spielfreudigkeit und Logik an Veranlagung mitbringt.
Dies sagt allerdings nichts über die Wertigkeit solcher Verkündungen aus.

Authentizität zeichnet sich nämlich nicht durch Wohlklang sondern deren Unvollkommenheit aus.
Wenn jemand die schlichten Worte "Ich weiß es nicht" niemals über die Lippen gehen,
ist dies ein schlichtes Indiz dass er die eigenen Grenzen aus Scham und Ehrgeiz verleugnet.
Anstelle der Suche ist dann eine leere Behauptung getreten.

Wer dagegen nicht nur versucht andere zu blenden, wird immer wieder einräumen müssen über etwas keine Kenntnis zu besitzen.

So einfach ist es.

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