All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Prä-Astronautik

Prä-Astronautik


So, mit diesem Titel verbindet wohl jeder gewisse Erwartungen mit meinem nachfolgendem Geschreibsel, ich werde sie jedoch leider nicht erfüllen. Zunächst jedoch möchte ich etwas Aufklärung schaffen.

Prä-Astronautik ist ein Begriff, der den Einfluss von Aliens auf die menschliche Vorgeschichte ausdrückte, welcher angeblich nahezu überall aufzufinden ist. Nun ich bin niemand der das absolut bestreiten möchte und es gibt wohl keinen Menschen der sich mehr für so etwas begeistern könnte, als mich.

Ich möchte diese Vorstellung nicht ins Lächerliche ziehen, jedoch würde ich gerne aufzeigen, wieso bestehenden Vorstellungen die hier verbreitet werden, leider ziemlich unlogisch ausfallen. Ich werde auch nicht damit argumentieren dass Leute wie Däniken dumm wären, vermutlich ist er sogar um einiges intelligenter als meine Wenigkeit und weiß ganz genau wovon er redet, sondern er verdient schlicht daran, Menschen gewisse Vorstellungen zu verkaufen. Da ich mich selbst mit solchen Themen beschäftige, werde ich es mir nicht nehmen lassen hierauf etwas genauer einzugehen und Irrlogiken aufzeigen. Dabei habe ich nicht vor Anhänger dieser Thesen wie üblich als Hirnis abzuwerten, sondern ich möchte versuchen eine gewisse Nüchternheit zu gewinnen. Ich kann nicht behaupten es hätte niemals einen Einfluss Ausserirdischer gebenen, ich bin jedoch sehr wohl fähig gewisse Fallbeispiele auseinander zu nehmen.


Beginnen wir mit Begriff Vimana. Dieser wurde durch Däniken populär gemacht und gerne bei sich bietender Gelegenheit erwähnt. Das Wort kommt aus dem Hinduismus und dessen Schriften, die vedische Literatur, nennt eben solche Vimanas. Laut Däniken ist dies ein altindischer Name für Raumschiff, mit denen die Aliens auf die Erde kamen, wobei es unzählige Arten solcher Vimanas gäbe. Falls sich jemand genauer dafür interessiert, darf er sich hiermit dazu angehalten fühlen nach entsprechenden Videos oder ähnlichem zu suchen, ich selbst möchte jedoch lieber dazu übergehen diese Vorstellung böswillig zu zerpflücken, da der Hinduismus eines meiner persönlichen Steckenpferde ist.
 
Kommen wir zur Grundliegenden Aussage, ich zitiere Herrn Däniken frei nach meiner Erinnerung, also sollte man mir eine gewisse Nachlässigkeit erlauben. "In den alten indischen Schriften den Veden, redet man von Vimanas. Das ist das indische Wort für Raumschiff. Ist es nicht erstaunlich, das solch ein Wort existiert?" Nein Herr Däniken ist es nicht. Vimana bedeutet nicht Raumschiff sondern je nach Kontext Wagen bzw fliegender Wagen. Hier findet sich also die klassische Vorstellung eines Streitwagen und ähnlichen, der sich über die Wolken erheben könne. Gut soweit bliebt diese Auslegung noch biegsam und lässt sich durchaus mit solchen Vorstellungen vereinen.
Jedoch sind Vimanas nicht einfach nur Fahrzeuge, sondern spirituelle Gefährte. Eines der Vimanas, ist beispielsweise ein Schwan, der gerne mit Marda Durga in Verbindung gebracht wird, einer weiblichen hinduistischen Gottheit. Falls ich diese falsch schreiben sollte, möge man mir das verzeihen, da es mir viel mehr um das Beispiel geht. Mit einem Raumschiff hat das also soweit nichts zu tun. Sondern ein Vimana ist ein Himmelswagen, sei es in Form eines spirituellen Reittieres, oder eines tatsächlichen Gefährtes. Natürlich könnte dieses ein Raumschiff sein, aber das Wort an sich, ist nicht mit der Bedeutung Raumschiff identisch. Vertiefen wir das im nächsten Punkt.
 
Däniken argumentiert weiter damit, es gebe viele Arten von Vimanas, von deren sogar Konstruktionspläne überliefert wurden. In einem seiner Videos, gibt es sogar animierte Nachbildungen von diesen. Nun das ist zumindest nicht ganz falsch, aber der Teufel sitzt ja bekanntlich im Detail. Die Schriften auf die sich Herr Däniken hier bezieht, sind die Vimana Shastras, die er leider nicht wörtlich erwähnt und ja, ich habe diese selbst gelesen. Also möchte ich nun ein paar Dinge richtig stellen. Anzumerken sei auch hier, das ich mich kurz fassen werde, wenn jemand tieferes Interesse empfindet, darf er nach diesen Schriften googeln, im englischen sind sie als freies Pdf erhältlich und das schmöckern in jedem Fall wert. Zunächst muss ich natürlich einräumen, dass diese nicht die einzige Quelle sind, aber wohl die eingängiste, aber kommen wir zum wesentlichen.
 
Konstruktionen dieser "Raumschiffe" sind in den Shastras tatsächlich vorhanden, allerdings nicht so wie geschildert und der Typus welcher von Däniken animiert wurde, ist schlicht nicht existent.
So sehen Vimanas nicht aus, tud mir leid.
Zunächst muss ich hier wieder betonen, der Begriff Vimanas wäre recht weit gefasst. Damit kann zum Beispiel ein Reittier wie bereits erwähnt gemeint sein. Eine andere klassische Form wäre ein Teppich oder schlicht ein Pferdewagen mit Flügen, mit Raumschiffen hat das wenig zu tun. Es gibt zwar durchaus auch mechanische Vimanas aber zu diesen komme ich gleich. Der nächste Typus wären zunächst fliegende Tempel, die Raumschiffe sein -könnten- oder auch simple Schiffe mit Flügeln, die beweglich sind als wären es Vögel, also eine reine Fiktion. So weit, kann man das als abgehandelt betrachten.
 
Kommen wir jedoch zu den tatsächlich mechanischen Vimanas, welche ja durchaus existieren.
Zunächst wären da die fliegenden Tempeln, die gerne als Mutterschiffe interpretiert werden. Nun das ist leider nicht korrekt. Der typsiche Vimana-Tempel ist zwar in der Literatur wirklich ein fliegendes Gebäude, jedoch handelt es sich hier um kolossale Steingebilde, die an ihrer spitze meist einen poppeligen Propeller tragen um sich in die Lüfte zu erheben. In der Vorstellung möge also solch ein Tempel tatsächlich fliegen, allerdings verstösst dies in der Realität gegen sämtliche Gesetze der Physik und es handelt sich hier wieder um eine Fiktion. Solch ein Antrieb ist schlicht unzureichend. EIn Propeller macht eben noch kein Raumschiff, und bringt auch kaum die Kraft auf einen Tempel tatsächlich in die Lüfte zu befördern, soweit wäre das wiederum abgeharkt. Es gibt aber natürlich noch andere Antriebsarten, auf welche ich später zu sprechen komme. Triebwerke, sind jedoch keine aufzufinden. Das stimmt einfach nicht.
 
Kommen wir zu den Motoren, welche wieder in den Shastras aufgeschrieben und gezeichnet wurde, nun das ist sogar korrekt, aber betrachten wir das mal im Detail. Diese Motoren sind existent, allerdings handelt es sich hier um Wassergefälle, die von einem Tank gespeißt aus den höheren Stockwerken in die niederen fliessen, wobei diese Kraft von Wasserrädern aufgefangen wird und mittels über ein Werk von Zahnrädern auf besagten poppeligen Propeller übertragen wird. Das ist zwar ein nettes Konzept, aber nicht wirklich flugfähig sondern wiederum eine Fiktion. Ein riesiger Steintempel lässt sich nicht mit solch geringen Aufwand auch nur vom Fleck bewegen, dieses Prinzip ist nicht funktionsfähig. Die Kraft des Antriebes müsste WESENTLICH höher sein um das Gewicht eines Steintempels aufzuheben, wobei sich ein Folgeproblem stellen würde. Wenn dieser Tempel durch Wasserkraft funktioniert, so haben diese Wassermassen wiederum selbst ein enormes Gewicht und der Propeller müsste nochmal wesentlich mehr Leistung aufbringen. Das ist absurd, tud mir leid.
 
Der nächste Punkt wäre die Materialbeschaffenheit und wieder wird hier erwähnt die Shastras würden die genauen Legierungen nennen. Nun das stimmt wieder im Ansatz, wird aber etwas abenteuerlich ausgelegt. Es entspricht tatsächlich der Wahrheit, dass es Behandlungen aufführt wie man das Gewand der Piloten und das Rohmaterial der "Raumschiffe" zu fertigen hätte, allerdings gibt es hier einen Harken. Hier ist nicht von Legierungen die Rede, sondern von einer fiktiven Behandlung, so werden einem Schmied Anweisungen gebenen, mit welchen Fruchtsäften und Naturlaien er die Rohmetalle und ähnliches zu vermengen hätte, welchen anschliessend verschiedene Eigenschaften zugeordnet werden. Mit Legierungen, hat das jedoch nichts zu tun. Selbiges gilt für "Raumanzüge" welche gewöhnliche Gewänder sind, welche mit Fruchtsäften behandelt werden um ihnen besondere Eigenschaften zu verleihen. Das sind Fiktionen, jedoch keine funktionierenden technischen Prinzipien. Doch selbst wenn wir annehmen würden, hier wären Legierungen beschrieben, so würden logische Problemstellungen auftauchen. Warum werden die Legierungen beschrieben, jedoch nicht die Keramik oder kirstalline Beschichtung die als Hitzeschild beim atmosphörischen EIntritt dient? Das ergibt schlicht keinen Sinn. Desweiteren, ist generell festzustellen, dass solche Motoren, wie Uhrwerke funktionieren, mit tatsächlichen Antrieben, hat das nichts zu tun. Man darf das also getrost streichen.
 
Natürlich gibt es hier auch Fälschungen, die schon eher wie Raumschiffantriebe anmuten. Das sind jedoch pseudo-Vimanas und auch diese sind nicht funktionsfähig. Eines der populären Antriebsprinzipien besagt hier, dass solche Vimanas Quecksilber in eine Spule speisen würden, welches anschliessend mit magnetischen Feldern in Bewegung gesetzt wird um die Rotationsenergie als Antrieb zu nutzen. Nun leider ist das wiederum Pseudowissenschaft, erstens ist mir schleierhaft wie dieses Pinrzip in effizienter Form nutzung erfahren sollte. Natürlich könnte man nun argumentieren, ich wäre schlicht nicht auf dem nötigen WIssensstand, was soweit auch korrekt, es gibt hier jedoch den berühmten Kern des Pudels. Natürlich ist die Idee faszinieren, Quecksilber als einziges bei Raumtemperatur flüssiges Metal in ein Spiralsystem zu schleussen um es magnetisch zu beschleuenigen, aber....... Quecksilber ist nicht magnetisch! Das stimmt nicht, wird jedoch nicht erwähnt da das Prinzip sonst natürlich lächerlich wäre. Wiederum darf man also auch diesen Fall zu den Akten legen.
 
Das letzte Beispiel, wären kleinere Raumschiffe, die tatsächlich einen anderen Antrieb kennen, jedoch ist hier nicht wirklich ein technischer Bezug gegeben, sondern es handelt sich um justierbare Spiegel, die magische Kräfte umlenken. Mit Raumschiffen, hat das nichts zu tun.
Damit schliesse ich das Ganze und betrachte mein Bedürfnis als befriedigt.

Ps; Natürlich kann und will ich nicht behaupten, es hätte nie ein Vimana gegeben, dass tatsächlich ein ausserirdisches Raumfahrzeug wäre, allerdings sind die bekannten Beispiele Schwachsinn und da ich nicht glaube das man wirklich so dumm sein kann, handelt es sich hier um arglistige Täuschung. Ich wäre begeistert wenn es sich hier wirklich um Raumschiffe handeln würde, aber das entspricht einfach nicht der Realität! Und Herr Däniken, ist mit Sicherheit nicht dümmer als ich und hat dies alles übersehen, er biegt sich die Fakten nur schlicht zurecht um an Überzeugung zu gewinnen.

Edit: Ich bin kein sturrer Rationalist, der einfach nicht glauben möchte und sich so etwas nicht vorstellen kann und will, da sonst sein technisches Weltbild schwanken würde. Ich selbst beschäftige mich mit Magie und tümple tiefer durch diese Materie als die meisten, allerdings bleibe ich gerne bei den Fakten.
 
Ansonsten nennt man das Betrug. Punkt

Sonntag, 12. Oktober 2014

Er nimmt ihn hin

Er nimmt ihn hin


Das emsige Summen feiner Klingen, kann selbst das gröbste Fleisch durchdringen.
Ein harter Stich bohrt in die Kehle, die Purpurflüsse quellen träge.
Es plätschert leise vor sich, des Messer Schneide nimmt ihn hin.
Kein Schrei mehr noch, es herrscht die Stille und aus den Augen weicht der Wille.
Das Fleisch ergraut zu fahler Blässe, hinweg des Fleisches alte Schwäche.
Kein Zucken mehr, nicht Schrei, noch Fragen.
Das Leben schweigt, die Seelen klagen.
Nur noch des Messers kalter Sinn.
Der blanke Stahl, er nimmt ihn hin.

Samstag, 11. Oktober 2014

Oral/Verbal

Oral/Verbal


Sprache ist ein Medium um Menschen zu bewegen.
Sie vermag es Momente zu erzeugen in denen man die Seele des anderen atmet.
 
Sprache ist so viel mehr als plumpe Lauterzeugung und hochgestochener Intellektualismus. anfangen Hinter letzterem verbirgt sich auch nicht sonderlich viel.
Geistiges Mastfutter.
 
Ein Totenkult wer wann was sagte um es der Welt zu erklären.
Ein Guter Gedanke sollte einen spontanen Ursprung haben.
Wenn ein bestehender aufgegriffen wird, möchte er weitergeführt werden.
Eine möglichst klare und einsehbare Formulierung um so präzise wie möglich den Punkt der gedanklichen Absicht zu treffen.
 
Ich halte nichts davon mich so zu artikulieren das es möglichst schwierig ist mir zu folgen.
Der Gedanke selbst sollte fesseln.
Keine Auslese der Verständnisfähigen durch hochtrabende Wortwahl.
 
Geistiges Strohfeuer: "Ich drücke etwas völlig banales so geschwollen aus, dass dein Vokabular überfordert ist und ein völlig einfacher Inhalt verzerrt aufgenommen wird".
Blablabla.
 
Mich erinnert das an das Märchen "Des Kaisers neue Kleider".
Zwei Menschen unterhalten sich und verwenden schrecklich viele Fremdwörter.
Sie pokern richtig gehend damit und werfen immer mehr davon in den Topf der Unterhaltung.
Es geht nur noch um einen Wettbewerb ob beide es weiterhin schaffen folge zu leisten.
Bis ein kindlicher Geist den Mut hat zu sagen: "ihr beide werft einfach nur zwanghaft mit Fremdworten. Dabei hat eure Unterhaltung selbst kaum Substanz. In dem Gespräch findet sich keine Freunde mehr am Spiel der Gedanken. Es ist einfach nur bemüht sich abzusetzen:"

Das ist die Art wie wir uns oftmals gesellschaftlich gegenseitig behandeln.
Was wir obszönerweise Austausch nennen ist eigentlich Schwanzvergleich.
Gespräche funktionieren nicht dadurch sich gegenseitig aus dem Weg zu schreien.

 
Wenn man dem anderen etwas erzählt, dann sollte das passieren weil ich meinen Gedanken schön finde. Ich will dich damit packen und begeistern.
Ihn vielleicht mit dir zusammen weiterführen.
Deine Resonanz dazu betrachten und wiederum deinen Ausführungen, Einwenden und Weiterführungen lauschen.

Gute Kommunikation ist Sex.
Ein rhythmisches Miteinander.
Aber statt dessen wird es meist zur beidseitigen Masturbation.
Keiner versucht den anderen mit seinen Worten zu streicheln.
Ein Wettstreit darüber wer schneller am Höhepunkt ist und nachdem man den anderen bestiegen hat um ihm die eigene Dominanz zu beweisen, springt man wieder von ihm runter.

Gewonnen!(?)
 

Freitag, 10. Oktober 2014

Am Ende, die Klarheit

Am Ende, die Klarheit


Ich glaube, nicht dass ich es wüsste, ironischerweise kaum etwas dem Leben mehr Klarheit bringt als der Tod. Das mag ein Zustand wahrhaftiger Weisheit sein.
Nicht durch einen Überschwang an Philosophie sondern durch die Reduktion auf das Wesentliche.
Jemand mit dem Tod vor Augen denkt anders.

Solange wir das Morgen mit verlässlicher Selbstverständlichkeit nehmen, gibt es unendlich vieles das uns zu bannen scheint.
Doch mit dem Ende vor Augen verkommt vieles zu einer Lappalie.
Was dann wichtig erscheint, nein was bleibt, sind unsere Beziehungen.
Freunde, Liebe, Familie.
Alles andere wird zersetzt von der Vergänglichkeit.

Aber zu dieser Einsicht kommt man schwer wenn einen nichts zum nachdenken zwingt.
Dennoch lohnt es sich an diesen Moment vorzudenken, bevor er unausweichlich wird.

Jetzt können wir Dingen noch die Wichtigkeit beimessen oder entziehen die sie verdienen.
Das Wichtigste sollte nie nebensächlich geglaubt wehren.
Das Morgen ist der besten Freund der Feigheit.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Kehrseiten..

Kehrseiten...


Es wird sehr gerne über die Knechtschaft der muslimischen Frau gesprochen.
Oft ist das auch angebracht und ich werde hier nichts relativieren oder beschönigen.
Kulturelle Gebräuchlichkeiten hin und her.
Dennoch sollte man mit einigen Urteilen umsichtig sein.

Übrigens verstehe ich die Befremdung, platt ausgedrückt, über ein striktes Verbot von Pornographie, Alkohol und Sommerkleidchen. Was ich allerdings als Kehrseite in den Raum stellen muss, ist dass es ebenso hochintelligente und vernunftbegabte Menschen aus muslimischen Kulturkreisen gibt, die ihren Glauben auf ein Fundament der Freiwilligkeit stellen und es eher irritierend finden, wenn andere Menschen glauben ihre Freiheitlichkeit nur durch Sexualität und Rauschzustände definieren zu können.

Diesen Gedanken sollte man auch mal verfolgen.
Menschliches Glück wird nicht unbedingt durch die absolute persönliche Freiheit definiert, wie man sie uns vorspiegelt. Es gibt durchaus sehr intelligente muslimische Frauen, die diesen Weg als ehrenvoll empfinden und es erschreckend finden diesem Lebensstil alle Ideale abzusprechen, weil nichts erstrebenswerter wäre als die Freizügigkeit in allen Belangen.
Manche empfinden einen strengen Glauben als Reglementierung doch für andere Menschen, wird er als würdevoll empfunden.
 
Der Mensch ist tatsächlich ein Gewohnheitstier und definiert seine Lebensidentität in ungeahnter Weise, auch unter Umständen die Außenstehend untragbar erscheinen.
Denn was wir als Freiheit bezeichnen, ergibt sich aus den jeweiligen Wertvorstellungen.
 
Ich wäre sehr bedacht damit anderen diese Freiheiten verallgemeinert abzusprechen, weil wir ein kulturelles Ideal nicht fassen können.
 
Es gibt auch hier eine Kehrseite.
 
Redet mal selbst mit solchen Menschen und lasst sie für sich selbst sprechen oder nutzt das Internet.
Euer Bild könnte sich verändern.
 Anders gesagt: Wenn man die Lebenslage eines Menschen begreifen möchte,
muss man sich die Mühe machen sein Selbstbild verstehen zu lernen.
Sonst wird die mutmaßliche Befreiung schnell zu einem Übergriff,
weil man an die Grenzen des eigenen kulturellen Horizonts stößt und es nicht schafft Verständnis für die Eigenheiten dieser Welten aufzubringen.

Innenperspektiven rocken!

Dienstag, 7. Oktober 2014

Knapp daneben ist auch vorbei

Knapp daneben ist auch vorbei


Dinge die in persönlichen Wertvorstellungen oft verwechselt werden:

Stolz und Würde
Stolz ist eine Einbildung, ob durch Leistung oder unbegründet.
Stolz bringt einen Menschen dazu sich nicht zu etwas herabzulassen,
weil er sich einbildet zu gut dafür zu sein.

Würde ist eine natürliche Selbstachtung mit dem Bewusstsein der Unantastbarkeit.
Sie versetzt uns in die Lage uns in eine Tiefe zu begeben ohne diese als Kränkung zu erfahren.

Stolze Menschen sind sich zu gut für etwas.
Würdevolle Menschen wissen dass sich ihre Selbstachtung nicht einfach auflösen lässt.


Selbstvertrauen und Arroganz
Arroganz ist ein hochfahrender Charakterzug der die eigene Überlegenheit als selbstverständlich hinnimmt.
 
Selbstvertrauen ist der Glaube an die eigenen Fähigkeiten wenn diese sich in einer Konfrontation bewähren müssen.
 
Selbstvertrauen ist der Glaube daran siegen zu können, wenn es drauf ankommt.
Arroganz bildet sich ein sie hätte bereits jeden Gegner geschlagen.
 
Mut und mangelndes Gefahrenbewusstsein
Mangelndes Gefahrenbewusstsein kann Bedrohungen nicht abschätzen und begegnet diesen fahrlässig. Mut ist sich der Gefahr bewusst aber zur Überwindung entschlossen.
 
Mutige Menschen überwinden die eigene Angst.
Mangelndes Gefahrenbewusstsein verkennt die Bedrohung und weiß nicht worauf es sich einlässt.
 
Demut und Tiefstapelei
Tiefstapelei bedeutet die Gewissheit der eigenen Fähigkeit herunterzuspielen, weil man es für höflich hält dem anderen einen Vorteil vorzuspielen.
 
Demut bedeutet sich über die eigenen Grenzen bewusst zu sein, ohne das bisher erreichte zu verleugnen.
 
Tiefstapelei ist unaufrichtig und vermeidet Reibung.
Demut hingegen bedeutet nicht das eigene Licht zu verstecken,
sondern das der anderen zu erkennen.
Demut ist sich ihrer selbst in den eigenen Stärken klar und bewusst.
Kennt aber auch die eigenen Grenzen und weiß dass ein eingebildeter Vorteil dem realen Fortschritt eher abträglich ist.
 
Das sind übrigens Anregungen weil ich es berechtigt halte einiges zu hinterfragen.
Das Problem mit den geschminkten Schweinen.
 
Es sind jedoch keine Definitionen.

Montag, 6. Oktober 2014

Muggel Vs Esoteriker

Muggel Vs Esoteriker


In esoterischen Kreisen wird gerne behauptet "normale" Menschen würden sich in einem spirituellen Tiefschlaf befinden, während die Newager langsamer erwachen.
Ich weiß nun nicht ob ich das für romantisch oder chauvinistisch halten soll.
Bei nüchterner Betrachtung ist es auf jeden Fall nicht zutreffend.

Der "normale" Mensch, wie auch immer man diesen definieren möchte, kurzum der Nichtesoteriker,
ist meist sehr rational und relativ clever.
Eine gewisse spirituelle Ignoranz schwingt hier zwar durchaus mit aber wieso sollte das von solch großer Wichtigkeit sein? Er orientiert sich anhand seiner bisherigen Lebenserfahrung.
Das funktionierte auch bisher ohne magischen Firlefanz recht gut.
Warum sollte man das ändern?

Der Esoteriker hält sich für erwacht, folgt aber eigentlich der Modeerscheinung einer Subkultur.
Er liebt sein Pendel so sehr wie seine Tarotkarten, hat kaum einen eigenen Gedanken und wirft mit Zitaten einer Version des Buddhismus um sich, die so nie existiert hat.
Oftmals brachte dieser spirituelle Bewegung selbst erst diese Weisheiten hervor, die einfach frech und falsch zugeordnet werden. Das ist eine Verfälschung der Tatsachen.
Ihr Pendelflittchen! xD

Und ja, ich reite auf einer Welle des Klischees. Keine Frage.
Dennoch gibt es deckungsgleiche Schnittmengen in der Realität die durchaus eine gewisse Wirklichkeit besitzen.
In jedem Fall finde ich den "rationalen" Menschen sympathischer als dieses Engels-Tamtam.

Die Spiritualität des Menschen ist unausweichlich und muss nicht bekannt werden.
Das halte ich für großen Unfug.
Es reicht mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Wahre Magie ist weder erhellend noch verdunkeln sondern einfach nur speziell.
Dieser Weg bringt ebenso besondere Vorzüge wie Hindernisse mit sich.
Es gibt auch keine konkreten Gründe diesen Weg zu gehen.
Es steht jedoch jedem frei.

Der Mensch ist Mensch und jede Klassifizierung darüber hinaus ist sekundär.
Jeder Weg kennt so seine Klarheiten und Irrlichter.
Er kann ebenso erleuchtend wie irreführend sein.
Wichtig ist niemals die Wahl des Weges sondern wie man diesen beschreitet.

Aber das Magie, Esoterik oder Hexentum eine größere natürliche Würde besitzen würde, ist eine gewaltige Fehleinschätzung.
Vermutlich sind spirituelle Pfade sogar erschwerend.
Wenn man sie beschreitet dann aus einem inneren Bedürfnis heraus und nicht wegen Heilsversprechungen wie Bewusstseinserhöhung und Geistführern.

Der Mensch der sich als Mensch erkennt, besitzt die Freiheit selbst das als unmöglich erscheinende in seiner Vernunft zu ergreifen.

Wer glaubt etwas sein zu müssen, wird immer seinen Schwanz im Kreis jagen.

Sei was du willst.
Doch niemals aus spiritueller Verpflichtung heraus.

Es braucht keine Weltenlehrer.
Der Mensch ist zu guten Entscheidungen fähig wenn die verblendeten Politorgane, Priester und Gurus kurz aufhören würden, in "zu seinem eigenem Besten" zu manipulieren.
Lasst den Mensch seinen Weg selbst finden und wundert euch über die Kreativität seiner Wege.

Erlauchte Geistmenschen sind nicht sonderlich authentisch.
Spiritualität braucht keinen philosophischen Übergriff.

Ps: Ich übertreibe gerne wenn es der Deutlichkeit dienlich erscheint.