All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Donnerstag, 25. September 2014

Wie erstrebenswert ist Vollendung?

Wie erstrebenswert ist Vollendung?


Menschen streben nach Wissen und Vollendung.
Woher rührt dieser Fiebertraum?

Mal ganz davon abgesehen dass das ein Ideal aber kein realistischer Zustand ist.
Es sind Sterne nach denen wir unseren Kurs setzen aber kein Land das wir jemals erreichen werden. Was Menschlichkeit anbelangt ist die Unvollendung im Lieferumfang enthalten.
Die einzige Realität hat das Streben selbst.
Die Bewegung ist wahrhaftig. Aber das Ziel ein Phantom.

 Gerade durch die Unwissenheit, durch den Mangel und dem Hunger nach mehr blüht unsere Existenz. Das Vollendete ist bewegungslos.
Nur das Unvollkommene ist wirklich lebendig.
Lebendigkeit setzt nämlich Wachstum voraus.

Das ist wie mit dem Glück.
Jeder sucht es und am besten viel und noch mehr davon.
Aber Glück ist so eine lustige Sache.

Es ist nicht die reine Abwesenheit von Sorge.
Das wäre Zufriedenheit.
Doch Glück ist noch mehr.
Ein Rausch der Gefühle. Ein Suchtzustand?

Wenn ich nun von ewigem Glück umgeben wäre, würde die Euphorie durch die Gewöhnung verschwinden. Erst durch die vorangehende Auflösung von Schmerz wird Zufriedenheit, ich bezeichne diese mal als Abwesenheit von Sorge, wirklich als Glück empfunden.
Der Mangel ist also das eigentlich essentielle im Streben nach Vervollkommnung.

Gut, das ist so nicht ganz korrekt.
Glück funktioniert auch durch eine Steigerung.
Nicht bloß über das Ende von Schmerz.

Dennoch gilt, Zufriedenheit ist eine Stille.
Ein unbewegter Zustand.
Glück hingegen ist eine Bewegung.
Ein Rausch.
Die Auflösung von Schmerz oder eine Steigerung des Wohlempfindens.

Ebenso würde absolutes Wissen wohl zur Gelassenheit führen.
Ich glaube diese Gelassenheit durch Allwissen, auch wenn das völlig abstrakt sein mag,
wäre wiederum kaum von der Unwissenheit zu unterschieden.

Man kann also denke ich sagen uns geht es im eigentlichen nicht um Vollkommenheit,
diese wäre ein Stillstand.

Wir brauchen das "Leid" wenn man es so nennen möchte, um eben diese Euphorie wiederholt zu erleben da uns die Vollkommenheit nicht glücklich machen würde.

Das Glück ist die Seele des Menschen?

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