All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Dienstag, 30. September 2014

Grüne Magie

Grüne Magie


Bevor ich mich magisch mit Bäumen und Pflanzen beschäftigt habe, hatte ich immer das klassische,unausgesprochene Problem.
In meinem Kopf fanden sich viele gute Ansätze und Ideen aber irgendwie war doch alles sehr flüchtig. Die magische Auseinandersetzung mit Pflanzen hingegen ist völlig konkret.

Im Rückblick erscheint mir das alles äußerst ironisch.
Von all den magischen Systemen in die ich meine Nase steckte, hat mich keines so erfüllt wie die magische Auseinandersetzung mit der Natur.
Weder der henoschische Schamanismus, noch Kabbala oder gar Thelema gab mir meine Antworten.
Nein, es waren die Bäume.

Was ich von ihnen gelernt habe?
Nun, eigentlich weiß ich immer noch nicht was ich da tue.
Allerdings gibt es auch keine Notwendigkeit für philosophische Rechtfertigungen.
Es ist pure Wahrnehmung und als solche unverkennbar.
Kein Herumgerede voller Intellektualisierungen.
Dabei bin gerade ich ansonsten sehr verkopft.
Das hat sich auch nicht geändert.
Aber die Logik hat keinen Platz in meinem magischen Schaffen.
Rückwirkend kann ich natürlich immer noch analysieren und tue das auch mit wachsender Begeisterung.
Aber der magische Akt selbst ist eine reine Gefühlsfrage.

Kein unverständlicher Symbolismus und Hirnkonstrukte mehr.
Sondern ein Umgang mit lebendigen Wesen.
Obwohl der Begriff Baumgeist wohl für die meisten Menschen eher abstrakt ausfallen wird.
Aber mit eben jenen "arbeite" ich. Wobei magisches "arbeiten" eigentlich ein Unwort ist.
Wenn man es genau und ehrlich betrachtet kommuniziere ich mit ihnen.
Sie erlauben mir immer weiter in diese sehr eigentümliche Kraft zu dringen, ohne das mein Verständnis davon sonderlich groß wäre. Es ist pure Improvisation mit den Gegebenheiten.

Ich könnte sogar behaupten Bäume sind meine Götter.
Lebendige Götter die mir auch antworten.
Mit denen ich über meine Seele kommuniziere, mein Ki oder die Energien, wie auch immer man es nennen möchte.
Es sind meine lebendigen Götter und ich folge ihnen intuitiv auf diesem Pfad ohne dass der Verstand dabei eine sonderlich große Rolle spielen würde.
Das mag etwas verschroben klingen aber eigentlich ist es unheimlich klar.
Das ist auch keine okkulte Pseudowissenschaft und ebenso wenig eine Religion, sondern eine lebendige Beziehung.
Dank ihnen bin ich Teil eines Kollektivs auch wenn ich meine genaue Rolle nicht kenne.
Eigentlich habe ich kaum eine Ahnung.
Wozu auch? Wir mögen uns.
Ich möchte in Teil dieser großen Einheit der Pflanzengeister werden, die ich dank ihnen erfahren durfte.

Das ist meine Spiritualität.
Meine grüne Magie.

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