All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Samstag, 11. Oktober 2014

Oral/Verbal

Oral/Verbal


Sprache ist ein Medium um Menschen zu bewegen.
Sie vermag es Momente zu erzeugen in denen man die Seele des anderen atmet.
 
Sprache ist so viel mehr als plumpe Lauterzeugung und hochgestochener Intellektualismus. anfangen Hinter letzterem verbirgt sich auch nicht sonderlich viel.
Geistiges Mastfutter.
 
Ein Totenkult wer wann was sagte um es der Welt zu erklären.
Ein Guter Gedanke sollte einen spontanen Ursprung haben.
Wenn ein bestehender aufgegriffen wird, möchte er weitergeführt werden.
Eine möglichst klare und einsehbare Formulierung um so präzise wie möglich den Punkt der gedanklichen Absicht zu treffen.
 
Ich halte nichts davon mich so zu artikulieren das es möglichst schwierig ist mir zu folgen.
Der Gedanke selbst sollte fesseln.
Keine Auslese der Verständnisfähigen durch hochtrabende Wortwahl.
 
Geistiges Strohfeuer: "Ich drücke etwas völlig banales so geschwollen aus, dass dein Vokabular überfordert ist und ein völlig einfacher Inhalt verzerrt aufgenommen wird".
Blablabla.
 
Mich erinnert das an das Märchen "Des Kaisers neue Kleider".
Zwei Menschen unterhalten sich und verwenden schrecklich viele Fremdwörter.
Sie pokern richtig gehend damit und werfen immer mehr davon in den Topf der Unterhaltung.
Es geht nur noch um einen Wettbewerb ob beide es weiterhin schaffen folge zu leisten.
Bis ein kindlicher Geist den Mut hat zu sagen: "ihr beide werft einfach nur zwanghaft mit Fremdworten. Dabei hat eure Unterhaltung selbst kaum Substanz. In dem Gespräch findet sich keine Freunde mehr am Spiel der Gedanken. Es ist einfach nur bemüht sich abzusetzen:"

Das ist die Art wie wir uns oftmals gesellschaftlich gegenseitig behandeln.
Was wir obszönerweise Austausch nennen ist eigentlich Schwanzvergleich.
Gespräche funktionieren nicht dadurch sich gegenseitig aus dem Weg zu schreien.

 
Wenn man dem anderen etwas erzählt, dann sollte das passieren weil ich meinen Gedanken schön finde. Ich will dich damit packen und begeistern.
Ihn vielleicht mit dir zusammen weiterführen.
Deine Resonanz dazu betrachten und wiederum deinen Ausführungen, Einwenden und Weiterführungen lauschen.

Gute Kommunikation ist Sex.
Ein rhythmisches Miteinander.
Aber statt dessen wird es meist zur beidseitigen Masturbation.
Keiner versucht den anderen mit seinen Worten zu streicheln.
Ein Wettstreit darüber wer schneller am Höhepunkt ist und nachdem man den anderen bestiegen hat um ihm die eigene Dominanz zu beweisen, springt man wieder von ihm runter.

Gewonnen!(?)
 

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