All das was in mir ist,
nichts anderes kann mir mein Heiligtum sein.
Mein Wunderland, mein Phantasia, mein Tempel.

Ich öffne die Pforten meines Geistes dem fremden Wanderer
und schlage eine Brücke zu meiner Seele,
über das wilde Meer meiner Gefühle.

Ich will mein Schäumen und Tosen teilen.
Ich werde toben in den Köpfen meiner Besucher.

Sei mein Gast.

Montag, 6. Oktober 2014

Muggel Vs Esoteriker

Muggel Vs Esoteriker


In esoterischen Kreisen wird gerne behauptet "normale" Menschen würden sich in einem spirituellen Tiefschlaf befinden, während die Newager langsamer erwachen.
Ich weiß nun nicht ob ich das für romantisch oder chauvinistisch halten soll.
Bei nüchterner Betrachtung ist es auf jeden Fall nicht zutreffend.

Der "normale" Mensch, wie auch immer man diesen definieren möchte, kurzum der Nichtesoteriker,
ist meist sehr rational und relativ clever.
Eine gewisse spirituelle Ignoranz schwingt hier zwar durchaus mit aber wieso sollte das von solch großer Wichtigkeit sein? Er orientiert sich anhand seiner bisherigen Lebenserfahrung.
Das funktionierte auch bisher ohne magischen Firlefanz recht gut.
Warum sollte man das ändern?

Der Esoteriker hält sich für erwacht, folgt aber eigentlich der Modeerscheinung einer Subkultur.
Er liebt sein Pendel so sehr wie seine Tarotkarten, hat kaum einen eigenen Gedanken und wirft mit Zitaten einer Version des Buddhismus um sich, die so nie existiert hat.
Oftmals brachte dieser spirituelle Bewegung selbst erst diese Weisheiten hervor, die einfach frech und falsch zugeordnet werden. Das ist eine Verfälschung der Tatsachen.
Ihr Pendelflittchen! xD

Und ja, ich reite auf einer Welle des Klischees. Keine Frage.
Dennoch gibt es deckungsgleiche Schnittmengen in der Realität die durchaus eine gewisse Wirklichkeit besitzen.
In jedem Fall finde ich den "rationalen" Menschen sympathischer als dieses Engels-Tamtam.

Die Spiritualität des Menschen ist unausweichlich und muss nicht bekannt werden.
Das halte ich für großen Unfug.
Es reicht mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Wahre Magie ist weder erhellend noch verdunkeln sondern einfach nur speziell.
Dieser Weg bringt ebenso besondere Vorzüge wie Hindernisse mit sich.
Es gibt auch keine konkreten Gründe diesen Weg zu gehen.
Es steht jedoch jedem frei.

Der Mensch ist Mensch und jede Klassifizierung darüber hinaus ist sekundär.
Jeder Weg kennt so seine Klarheiten und Irrlichter.
Er kann ebenso erleuchtend wie irreführend sein.
Wichtig ist niemals die Wahl des Weges sondern wie man diesen beschreitet.

Aber das Magie, Esoterik oder Hexentum eine größere natürliche Würde besitzen würde, ist eine gewaltige Fehleinschätzung.
Vermutlich sind spirituelle Pfade sogar erschwerend.
Wenn man sie beschreitet dann aus einem inneren Bedürfnis heraus und nicht wegen Heilsversprechungen wie Bewusstseinserhöhung und Geistführern.

Der Mensch der sich als Mensch erkennt, besitzt die Freiheit selbst das als unmöglich erscheinende in seiner Vernunft zu ergreifen.

Wer glaubt etwas sein zu müssen, wird immer seinen Schwanz im Kreis jagen.

Sei was du willst.
Doch niemals aus spiritueller Verpflichtung heraus.

Es braucht keine Weltenlehrer.
Der Mensch ist zu guten Entscheidungen fähig wenn die verblendeten Politorgane, Priester und Gurus kurz aufhören würden, in "zu seinem eigenem Besten" zu manipulieren.
Lasst den Mensch seinen Weg selbst finden und wundert euch über die Kreativität seiner Wege.

Erlauchte Geistmenschen sind nicht sonderlich authentisch.
Spiritualität braucht keinen philosophischen Übergriff.

Ps: Ich übertreibe gerne wenn es der Deutlichkeit dienlich erscheint.

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